Bausparverträge und Darlehensbearbeitungsgebühren

Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 08.11.2016 – XI ZR 552/15 – ist die vorformulierte Bestimmung in Bausparverträgen bezüglich einer Darlehensgebühr, die mit Auszahlung des Bauspardarlehens anfällt, unzulässig.

Verbraucher, die in der Vergangenheit solche Gebühren – meist 2 % des Bauspardarlehens – entrichten mussten, können die Zahlung jetzt zurückverlangen.

Regelverjährung für derartige Ansprüche grundsätzlich drei Jahre.

Aber analog der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes betreffend Verbraucherkredite gilt wohl eine 10-Jahres-Frist, sodass rückwirkend bis 2006 Ansprüche geltend gemacht werden können.